Für manche Menschen ist eine Analkrebsvorsorge durch eine sog. HighResolution Anoskopie (HRA) sinnvoll.
Werden hierbei sog. Anale Intraepitheliale Neoplasien (AIN - im internationalen Sprachgebrauch HSIL highgrade squamous intraepithelial lesions) festgestellt und entfernt, kann Analkrebs weitgehend zuverlässig verhindert werden.
Folgende Personengruppen haben ein stark erhöhtes Risiko und sollten eine Analkrebsvorsorge durchführen lassen:
1) Menschen, bei denen höhergradige Anale Intraepitheliale Neoplasien (AIN II-III) festgestellt wurden
v.a. wenn diese auf sog. High Risc HPV Varianten HPV 16 und 18 zurückzuführen sind
=> wie oft? 1x/Jahr lebenslang
2) Menschen, bei denen intraanal (im Anus "drin") Feigwarzen (Kondylome) festgestellt und erfolgreich behandelt wurden
=> wie oft? zumindest einmalig
3) Frauen, bei denen iR der gynäkologischen Vorsorge HPV assoziierte Veränderungen an Scheide oder der Gebärmutterhals festgestellt wurden (VIN/CIN II-III - analog Vaginale bzw. Cervicale Intraepitheliale Neoplasien) - v.a. auch wenn eine sog. Konisation erfoderlich wurde - generell alle bei denen iR des gyn. Abstrichs die sog. High Risc HPV Varianten 16 und 18 festgestellt wurden
=> wie oft? zumindest einmalig
4) HIV positive, homosexuelle Männer v.a. wenn in der Vergangenheit Kondylome festgestellt und behandelt wurden
=> wie oft? 1x/Jahr lebenslang
5) Langjährig Immunsupprimierte v.a. Organtransplantierte - nach 10 Jahren
=> wie oft? zumindest einmalig
Die Untersuchung wird leider nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen und kostet ca. 150€
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